Grußwort der Kongressleitung 

Alfried Längle, Renate Bukovski, Lilo Tutsch

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Schmerz ist ein Phänomen, das jedes Leben begleitet. Wenn der Schmerz jedoch das Leben prägt, es beherrscht, es in die „Haft“ nimmt, wenn das Leben ins- gesamt „Schmerz-Haft“ wird, dann besteht ein Leidenszustand, der besondere Beachtung verdient. Der GLE-Kongress 2017 fokussiert dieses Thema, in Fort- führung des letztjährigen Kongresses zum Thema Grenze und Grenzerfahrung, und führt uns nun zu Menschen mit verletzten Grenzen, die daher unter einer Borderline-Störung leiden. Ihr Leben ist geprägt von anhaltender Krisenstim- mung, von Spannungen, gespaltener Erlebnisweise, unverständlichen Reaktio- nen, Unzugänglichkeit – einem Erleben und Handeln aus einem tiefen Schmerz und fehlender Beziehung zu sich selbst.

Der Kongress spannt den Bogen von diesem subjektiven Erleben über die Schutzreaktionen zum Umgang, zu Entwicklungschancen und Behandlungs- möglichkeiten. Verständnis, Diagnostik, Forschung und Behandlungsansätze werden beleuchtet. Das Tagungsthema wird für die Psychotherapie, Beratung, Pädagogik und Coaching, Organisationen und Gesellschaft vertieft. In 10 Refe- raten, 2 themenspezifischen Diskussionen, 6 Symposia und 13 Workshops wird diesen Aspekten nachgegangen.

Das Rahmenprogramm greift mit verschiedenen Angeboten die Phänomene der Borderline-Störung auf und sucht sie im Museum, im Aktionstheater und sogar in einer unheimlichen Stadterkundung.

Die Wiener Universität bietet einen ehrwürdigen Rahmen für das vielseitige An- gebot. Wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu können! 

Mag.a Renate Bukovski
 
Prof. Dr. med. Dr. phil. Alfried Längle Dr.in Lilo Tutsch

 

 

 

Veranstalter

Internationale Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse
(GLE-International)
Eduard Sueß-Gasse 10
A-1150 Wien
Tel. & Fax: +43(0)1 985 95 66
gle@existenzanalyse.org
www.existenzanalyse.org

Die GLE ist Mitglied der IFP