GRUSSWORT

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Menschsein heißt, immer auch ein anderer werden zu können“, so hat Viktor

Frankl einmal die Möglichkeit des Menschen beschrieben, über sich und sein

zukünftiges Leben entscheiden zu können, Ziele verfolgen zu können, Potenti-

ale entfalten zu können, und dabei sich von sich selbst nicht alles gefallen las-

sen zu müssen. Dieses Können ist eine großartige Fähigkeit des Menschen. Und

gleichzeitig kann es schwer sein, sie zu realisieren, weil uns Ängste blockieren

oder unsere Lebensgeschichte uns mit ihren unaufgearbeiteten Themen im

Wege steht.

Wenn wir als Fachleute Menschen in ihrer Entwicklung begleiten, dann leiten

uns Ideen, wie wir persönliches Wachstum oder Entwicklung fördern und er-

möglichen, dass Menschen mit dem, was ihren Leidensdruck ausmacht, besser

zurecht kommen und authentische Lebensperspektiven finden. Aber: Was ist

Wachstum eigentlich? Müssen wir immer wachsen? Können wir auch innehal-

ten, ohne zu wachsen? Was ist ein reifer Umgang mit den Gegebenheiten des

Lebens? In welchem Verhältnis steht das Werden-Können zum Festgelegtsein

und Geprägten? Wohin zielt Entwicklung? Wie werden Entwicklungsprozesse

angestoßen? Wie können sie begleitet werden?

Lassen Sie sich mitnehmen auf eine spannende Reise zur Vielfalt dieser Fragen.

Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden aktuelle For-

schungsergebnisse sowie einen klinischen und geisteswissenschaftlichen Über-

blick zum Thema geben. Symposia zu unterschiedlichen Arbeits- und Anwen-

dungsfeldern geben Gelegenheit, die Fragestellungen spezifisch zu vertiefen.

Ein Interview mit dem weltbekannten Vertreter der existenziellen Psychothera-

pie, Irvin Yalom, wartet auf Sie, wie auch ein Orgelkonzert in der Frauenkirche,

das extra für unseren Kongress im Rahmenprogramm gegeben wird.

Sie sind herzlich nach Dresden eingeladen, wir freuen uns auf Sie!

Dr. paed. Christoph Kolbe

Präsident der GLE-International