Grussworte

Grußwort der Kongressleitung

Christoph Kolbe, Erika Luginbühl-Schwab, Ingo Zirks

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor zwei Jahren hatten wir diesen Kongress vorbereitet, als uns die Coronapandemie dazwischenkam, so dass wir ihn absagen mussten. Auch zwei Jahre später ist das gewählte Kongressthema aktueller denn je.  Die Pandemie hat uns vor die Aufgabe gestellt, als Einzelne und als Gesellschaft einen Umgang mit den vielfältigen Herausforderungen zu finden. Es galt und gilt, dieser Krise zu begegnen. So haben wir uns entschieden, diesen Kongress mit seinem ursprünglichen Thema erneut in dieser schönen und gastfreundlichen Stadt Lindau zu veranstalten.

Wir erleben, dass wir ständig in Beziehungen stehen, denn wir brauchen und wir suchen sie – insbesondere die Beziehungen zu Menschen, aber auch zur Natur, zur Gesellschaft und Kultur, zu Interessen und Werten. Gelingen zwischenmenschliche Beziehungen, geben sie uns Halt, schöpfen wir Kraft und Lebensfreude aus ihnen. Sie bestärken uns in unserem Selbstsein und erfüllen uns im Miteinander. Deshalb leiden wir, wenn Beziehungen nicht gelingen oder uns enttäuschen.

Als existenzielle Psychotherapierichtung interessiert uns insbesondere das Moment der Begegnung in Beziehungen. Denn erst Begegnung stiftet Bedeutung, sie stiftet Einsicht und Erkenntnis, die wiederum die Grundlage für eine neue Gewissheit und die Basis für nachhaltige Veränderung ist. Ihr existenzieller Funke lässt uns aufhorchen, innehalten, beglückt und bereichert, betroffen und bewegt sein. Plötzlich geht es um etwas, dem wir nicht mehr gleichgültig gegenüberstehen. Wie aber kommt es zu diesem Moment der Begegnung in der Beziehung? Dieser Frage werden wir in diesem Kongress nachgehen und wollen sie aus vielfältigen Perspektiven und Zugängen bedenken – in der dyadischen Beziehung, im Gruppenprozess und im gesellschaftlichen Kontext. Wir werden u. a. fragen, ob Begegnung immer Sprache braucht oder auch nonverbal leiblich erfahren werden kann, und ob und wie sie gelingen kann, wenn man sich fremd ist oder gar feindlich gegenübersteht. Zu den vielen Themenaspekten haben wir wieder namhafte Referentinnen und Referenten gewinnen können, die uns ihre Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben werden.

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns erneut auf Ihr Kommen!

Dr. Christoph Kolbe              

Christoph Kolbe                    Ingo Zirks                             Erika Luginbühl-Schwab

Grußwort der Oberbürgermeisterin für Lindau

Dr. Claudia Alfons

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

herzlich willkommen in Lindau. Schön, dass sie den Weg wieder nach Lindau gefunden haben. Ich gebe zu, dass ich heute, da ich dieses Grußwort schreiben darf, ein wenig verunsichert bin. Jetzt, Anfang Februar 2021, ist noch vollkommen unklar, wie viele ich von Ihnen in Lindau dann im Frühjahr 2022 persönlich begrüßen darf, und wie die Tagung gestaltet werden kann.

Aber ich bin hoffnungsvoll, dass wir mit Ihnen zusammen eine inspirierende und spannende Tagung erleben werden. Denn gerade in Pandemiezeiten bekommt die Botschaft Viktor Frankls, dass Leben auch unter schweren Bedingungen die Möglichkeit sinnvoller Gestaltung in sich trägt, neue Aktualität.

Wir haben gelernt, mit Kontaktbeschränkungen und Masken im Alltag zu leben, weil wir den Sinn der Maßnahmen erkannt haben. Und aus diesem Sinn wiederum beziehen wir Motivation und Hoffnung.  Diese Hoffnung leitet mich in meiner täglichen Arbeit und auch jetzt beim Schreiben dieses Grußworts.

Ich setze darauf , dass wir uns in Lindau begegnen werden, und Ihre Tagung uns und Ihnen wichtige Impulse geben wird.

Ich freue mich auf Sie

Ihre Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin für Lindau