Forschung

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Forschung2018-06-14T13:36:32+00:00

Forschungsprojekte

Forschung in der GLE (existenzanalytische Psychotherapieforschung)

Psychotherapieforschung ist charakterisiert durch eine umfassende wissenschaftstheoretische Verankerung, die weit über den verkürzten Begriff der Evidenzbasierung hinausgeht. Die spezifische wissenschaftstheoretische Position der Psychotherapieforschung impliziert einen multiparadigmatisch und methodenpluralistischen Forschungsansatz. Sie gründet im Verständnis des Menschen als bio-psycho-soziales Subjekt, das in seiner Komplexität und spezifischen Veränderungslogik nur in einer Zusammenschau unterschiedlicher wissenschaftlicher Methodologien fassbar und erforschbar ist.

Vorstellung von Methoden und aktuellen Studien

Studie zur Evaluation von Existenzanalytischer Psychotherapie in freier Praxis

Wer: alle niedergelassenen PsychotherapeutInnen

Ziel: Nachweis der Wirksamkeit der Psychotherapie bei KlientInnen mit den Störungsbildern Depression, Panikstörung, Agoraphobie, Burnout

Methode: Prä-Post Studiendesign: KlientInnen beantworten zu Therapiebeginn und zu Therapieabschluss Fragebögen zu symptomatischen Belastungen, existentiellen Kompetenzen, interpersonellen Problemen und störungsspezifischen Belastungen. Durch statistische Auswertung der Differenzen werden die Änderungen sichtbar, die sich im Zeitraum der Therapie ergeben haben.

Evaluation stationärer Existenzanalytischer Therapie bei Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen

Wer: Therapiestation CARINA in Feldkirch

Ziel: Wirksamkeitsnachweis der Existenzanalysen Psychotherapie bei Personen mit Sucht- und Persönlichkeitsstörungen im stationären Setting; Erforschung der Wirkmechanismen

Methode: Kombination von quantitativer (Fragebögen) und qualitativer (Interviews) Methoden, um sowohl die Effektivität, als auch die Wirkmechanismen untersuchen zu können

Phänomenologische Forschung

Wer: Alle niedergelassenen PsychotherapeutInnen

Ziel: Verstehen in einem größeren theoretischen Zusammenhang (z.B. mit Grundmotivationen oder der PEA); Informationsgewinn, der über das eigentlich Gesagte hinausgeht

Methode: semi-strukturiertes Interview (5 Fragen, die an den Grundmotivationen orientiert sind). Phänomenologische Analyse anhand von 7 Schritten unter Zurückstellen von Vorwissen und voreiligen Interpretationen

Studie zur Evaluation von Existenzanalytischer Psychotherapie bei PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision in freier Praxis

Wer: PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision in freier Praxis

Ziel: Nachweis der Wirksamkeit der Psychotherapie

Methode: Prä-Post Studiendesign: KlientInnen beantworten zu Therapiebeginn, nach 25 Einheiten und zu Therapieabschluss Fragebögen zu symptomatischen Belastungen, existentiellen Kompetenzen, interpersonellen Problemen und störungsspezifischen Belastungen. Durch statistische Auswertung der Differenzen werden die Änderungen sichtbar, die sich im Zeitraum der Therapie ergeben haben.

Ein Therapierückblick aus existenzanalytischer Sicht als Methode der qualitativen Psychotherapieforschung

Wer: Alle niedergelassenen PsychotherapeutInnen

Ziel: Erkenntnisgewinn therapeutischer Wirkmechanismen

Methode: In einem gemeinsamen Rückblick in Form eines Dialogs zwischen Therapeut und Klient werden Einsichten in die Therapie aus Sicht der PatientInnen gewonnen

Ausbildungsevaluation (in Zusammenarbeit mit der Society for Psychotherapy Research - Interest Section on Training and Development)

Wer: PsychotherapeutInnen in Ausbildung

Ziel: Entwicklungsprozesse in der psychotherapeutischen Ausbildung zu untersuchen und nachzuvollziehen. Veränderungen bei Auszubildenden über die Zeit verfolgen und Einflüsse zu identifizieren, welche die Entwicklung der Auszubildenden fördern oder behindern.

Methode: Befragung der Auszubildenden zu verschiedenen Zeitpunkten.